momentanen Zustand, die nichtsdestoweniger geeignet sein kann, das Typische hervortreten zu lassen…. Christine Reinckens bringt also ihre Virtuosität keineswegs zur Image-Produktion ins Spiel, sondern zur Herstellung wahr­haftiger Abbilder. Bei ihren maleri­schen Analysen des physischen und psychischen Seins bleibt die tra­ditionelle Aufgabe des Porträts – das Flüchtige festzuhalten,um das Bestän­dige sichtbar zu machen, das Dauernde im Vorübergehenden auf­scheinen zu lassen – unangetastet. Die Freiheiten, die die Künstlerin sich dabei nimmt und zugleich gibt, wird auf überzeugende Weise den Model­len gerecht: Denn die Qualität dieser aktuellen Bilder von Menschen zeigt sich nicht nur daran, dass sie anderen unmittelbar plausibel erscheinen, son­dern dass sich auch die Dargestellten be- und getroffen vorkommen.