keit sonnen ebenso wie komplett versteinerte Menschen, die nur ganz selten eine Regung erkennen lassen; es gibt Rechthaber und Prediger ebenso wie tränenreich Zerknirschte. Am meisten erschüttert mich aber bornierte Gleichgültigkeit und emotionale Leere.
Mein eigentliches Anliegen ist also: nicht nur Größe - Kopfform - Augenfarbe zu schildern, sondern den ganz eigenen Ausdruck dieses besonderen Menschen einzufangen. (Fangen darf man fast wörtlich nehmen – es handelt sich ja nicht um Modelle, die brav stillhalten).
Otto Dix sagte: „Das Außen ist Ausdruck des Inneren.. Das geht soweit, dass auch die Gewandfalten, die Haltung des Menschen, seine Hände, seine Ohren dem Maler sofort Aufschluss über das Seelische seines Modells geben.“
Dem möchte ich hinzufügen: in der erweiterten Beobachtung des Menschen, mitsamt seiner Körpersprache und seinen Reaktionen, erschließt sich ein Bild, aus dem ein Portrait werden kann. Indem ich aus der Fülle der möglichen Haltungen die typische wähle, dokumentiere ich meine Sicht auf diesen Menschen.
Dieselbe Intention habe ich auch gegenüber meinen freien künstlerischen Portraits.