Körperlichkeit im Kontakt mit materialen Begrenzungen ist das Thema der Arbeiten der Kasseler Künstlerin. Dokumentarische Detailgenauigkeit besticht in den Gemälden, dennoch erscheinen die Modelle typisiert, zeit - und alterslos. Das Schwanken zwischen Stärke und Verletzlichkeit ist ein weiteres Element, das die Arbeiten vereint.

Oberhessische Presse, 3.2.2003



Leitgedanke ihrer Arbeitist die Darstellung von Grenzen. Christine Reinckens bringt auf ihren figürlichen Bildern Personen in Situationen, setzt sie unterschiedlichen Lebenslagen aus. Hierfür verwendet sie offene Kästen, Tücher, Kisten sowie Scheiben.

Marburger Neue Zeitung, 2.2.2003



in ihrer Arbeitlotet sie die Facetten menschlicher Bezüge zu sich selbst und anderen in verschiedenen Kombi- nationsmöglichkeiten aus. Immer geht es bei der in Kassel lebenden Künstlerin um Bindungen.

Hessisch - Niedersächsische Allgemeine (HNA) , 14.8.2002



Une trés belle peinturet trés présente avec ce quelque chose de trés particulier la peinture allemande: une force expressioniste...Certains nous rappellent des Cranach ou des Otto Dix, on sent aussi l´influence de Magritte et de Ernst. Èvolue entre le charme et la dureté de situations, entre le trompe l´oeil et la réalité crue.

Midi Libre, 27.7.1999



Kühle Farbtöne, als Teillasuren in gekonnter Maltechnik verwendet, schaffen zunächst eine Distanz zum Betrachter, die im nächsten Moment aber durch die ausgebreitete Palette der dargestellten Gefühlsregung verringert wird.
Die realistische Dichte, erzeugt durch eine spürbare Abbildungslust, macht den Menschen und seine ausgelebte innere Befindlichkeiten zum Mittelpunkt.
Augen und Hände, beides die wichtigsten Werkzeuge der Malerin, werden in Selbstdarstellungen beredt auf die Leinwand gebracht. Den verschiedenen Facetten ihres Daseins nachzuspüren, sie auszuleuchten und als Künstlerin umzusetzen, ist für die Malerin das primäre Anliegen ihrer Kunst. Für den Betrachter ist dies nachvollziehbar, da er sich der bildnerischen Umsetzung dieser eindringlichen Lebensmomente kaum entziehen kann.

Neue Westfälische Zeitung, 3.6.1998


Trotz der behutsam und dünn aufgebrachten Ölfarbe gelingt der Kasseler Künstlerin in den meisten ihrer Bilder ein Trompe - l´oeil - Effekt, durch den ihre Figuren und Bildgegenstände den Eindruck der Objekthaftigkeit erlangen
Mit dieser Form der Malerei täuscht die Malerin das Auge des Betrachters eindrucksvoll über den zweidimensionalen Charakter ihrer Bilder hinweg.
Reinckens schafft sich durch den Umgang mit den Modellen eine eigene Wirklichkeit, in der sie mit ihrer sehr realistischen und detailgenauen Arbeitsweise künstliche Situationen irreal anmuten lässt.

Hessisch - Niedersächsische Allgemeine (HNA), 4.8.1997
In ein reizvolles Spiel verschlüsselter ikonographischer Botschaften, verwoben in ein Geflecht von Scherz, Satire und tieferer Bedeutung, gerät der Betrachter gegenwärtig in der Realismusgalerie.
Christine Reinckens´ altmeisterliche Feinmalerei scheint auf den ersten Blick den Oberflächenreizen der dinglichen Welt zu erliegen. Der vordergründige Eindruck erweist sich indessen bei näherer Betrachtung als trügerische, wenn auch das Stoffliche im Sinne einer Trompe - l´oeil Malerei sinnlich greifbar nachgeahmt wird. Es gibt Brüche in dieser Malerei, die Irritationen auslösen, denn die Welt der sichtbaren Erscheinungen wird in ein magisches Bezugsfeld eingebunden.
Was von innen nach außen drängt und in banaler Gegenständlichkeit Form gewinnt, ist zwar auf der Schauseite inszenierte Wirklichkeit, verweist jedoch von der physischen, greifbaren Existenz der Dinge auf die psychische Befindlichkeit ihrer Benutzer, auch wenn sie im Bild nicht anwesend sind. Solche Unbestimmtheitsräume hat der Betrachter selbst aus seiner Weltkenntnis heraus zu füllen.

Hessisch - Niedersächsische Allgemeine (HNA) , 25.5.1994